
In vielen Schubladen liegen vier oder fünf Buchanfänge, und Katharina Sieckmann kennt dieses Bild von unzähligen Menschen, die zu ihr kommen, während ich es aus meinem eigenen Leben kenne, denn 26 Jahre lang trug ich den Satz in mir: Ich sollte mal ein Buch schreiben. Am 18. November wird mein Buch ausgeliefert, mein viertes und mein Lebenswerk, und fünf Monate lang hat mich Katharina als Buchcoachin dabei begleitet.
Katharina ist seit über neun Jahren Buchcoach und blickt auf über 20 Jahre als Journalistin zurück, und wir haben uns über das Netzwerk Gold kennengelernt, wo wir bereits eine gemeinsame Serie gestaltet haben, in der ich die Energiearbeit und das Bewusstsein eingebracht habe und sie die Frage, wie man mit Ideen überhaupt anfängt zu schreiben. In diesem Artikel teile ich, was ich beim Buch schreiben erlebt habe und wie du heute damit beginnst.

Energetisches Schreiben ist die Methode, die Katharina entwickelt hat, und sie verbindet ihr Schreiben, das sie seit ihrer Kindheit begleitet, mit der Energiearbeit und der Aurachirurgie, die später dazugekommen sind. Die Grundidee besteht darin, zuerst eine energetische Anbindung herzustellen, aus der die Inhalte und die einzelnen Worte ins Fließen kommen.
Viele Menschen kommen ins Buchcoaching und bringen die stärksten Bewertungen aus ihrem Schulleben mit, eine Vier in Deutsch oder eine Lehrerin, die gesagt hat, du kommst nie auf den grünen Zweig, und Katharina lässt diese Bewertungen im ersten Schritt absinken, indem sie ihren Klientinnen und Klienten sagt, dass sie als Begleiterin an ihrer Seite ist und sie sich sofort entspannen dürfen. Danach öffnet sich der Raum, denn das Schreiben beginnt in dem Moment, in dem die Bewertung leiser wird, und auf diese Weise kann es jeder.
Katharina legt großen Wert darauf, dass Frauen und Männer zuerst die Lust am Schreiben wiederfinden, denn aus dieser Lust wächst später die Disziplin. Für sie ist das Schreiben eine der wundervollsten Techniken, weil wir damit das, was in uns energetisch schwingt, in die physische Welt holen, und weil wir im Schreiben sortieren. Sie hat es einmal so formuliert: Schreib ein Buch und du heilst dein ganzes Leben.
Ich hatte meine Kapitel bereits und mein Inhaltsverzeichnis stand, und ich wusste klar, wohin ich wollte, doch mitten im Schreiben fragte ich mich, ob ich das Buch einfach so schreiben kann, wie ich spreche, denn ich rede und rede. Mein Mann sagte mir mehrfach, wir müssten das Buch anders schreiben, als ich spreche, und das war mein Knackpunkt, an dem ich beschloss, Katharina zu fragen.
Katharina bat mich, die Ereignisse meines Lebens aufzuschreiben, und in mir regte sich Widerstand, weil ich mich fragte, warum ich noch einmal alle meine Geschichten aufschreiben soll, wo ich doch wusste, welche Kapitel ich im Buch haben möchte. Heute nenne ich diese Geschichten meine Goldnuggets, denn sie haben das Emotionale aus meinem Leben mit dem verwoben, was ich im Business und energetisch erlebt habe, und beim Tsunami-Erlebnis, das Martin und ich überlebt haben, bin ich noch einmal tief hineingegangen, was ein intensiver Prozess war und mein Buch lebendig gemacht hat.
Katharina nennt das Biografiearbeit, und es ist der Teil ihrer Arbeit, den sie am meisten liebt, weil Frauen oft so bescheiden sind, dass eine ihrer Klientinnen erst nach einem halben Jahr erzählte, dass sie promoviert ist und in der Antarktis geschwommen war. Solche Episoden verändern ein Buch und sie verändern auch die Autorin, denn wer sich mit der eigenen Biografie beschäftigt, gewinnt eine andere Haltung und darf stolz auf sich sein, und dieser Stolz trägt das Selbstbild einer Autorin, die auf der Bühne oder im Fernsehen vor Hunderten und Tausenden von Menschen ihre Wahrheit spricht.
Katharina sagt von sich, dass sie immer aus der Ahnungslosigkeit kommt, und das ist ein großer Vorteil, weil sie dadurch automatisch die Fragen der Leser stellt und als Radarsystem für alles dient, was unklar bleibt. Wenn sie ein Wort noch nie gehört hat, bittet sie mich, es zu erklären, und dann nehme ich die Erklärung in ein, zwei Sätzen ins Buch auf, sodass es auch dem Leser leichtfällt.
Dieser Blick hat mir gezeigt, wo ich mehr voraussetze, als meine Leser wissen, und er hat mir etwas über Führung verdeutlicht, denn in jedem Führungsalltag setzen wir voraus, dass der andere weiß, was wir meinen und denken. Klarheit entsteht, wenn jemand nachfragt, und Katharina war für mich und mein Thema dieser Resonanzraum.
Ich habe beim Schreiben viel mit KI recherchiert, und sie hat mir geholfen, wissenschaftlich zu belegen, was ich seit 39 Jahren praktiziere, nämlich was im Gehirn mit unseren Frequenzen geschieht, wenn wir meditieren oder einfach tief atmen. Das Wissen war da und die Belege kamen durch die Recherche dazu, sodass meine Aussagen auf einem festen Fundament stehen.
Einmal habe ich einen ganzen Absatz unverändert aus der KI übernommen, weil er für mich stimmig klang, und Katharina sagte mir nach dem Lesen, dass sie eine Mauer spürt und mich nicht mehr spürt, und neben die Zeilen schrieb sie: Mach es wieder bitte Beatisch! Ich schrieb den Absatz neu, und das Buch war wieder lebendig, und Katharina hat Ähnliches bei einer anderen Autorin erlebt, die ein ganzes Buch zur Korrektur in die KI eingespeist hatte und deren Ergebnis so farblos klang, dass sie alles rückgängig machte und die Version davor nahm.
Meine Haltung dazu ist klar: Die KI darf als Recherchequelle dienen, bei der Fehlersuche helfen und mir die Kommas setzen, und die Seele der Autorin oder des Autors fließt direkt ins Buch. Ein Buch ist dein Blueprint, denn nur du hast die Ausbildung, die Erfahrung und das Erlebte, und nur du sagst jetzt zu diesem Projekt Ja, sodass du dir die Zeit gönnen darfst, es durch dich hindurchwirken zu lassen. Ich bin stolz darauf, dass ich mein Buch selbst geschrieben habe, denn mein Geist, meine Feder und mein Sein stecken in jeder Seite.
Mein Buch trägt viele Jahre in sich, denn meine Führungspyramide entstand im Jahr 2000 auf einem Flipchart, im Gespräch mit einem Kollegen, dem ich spiegelte, dass er sein Unternehmen noch einmal anders betrachten darf. Ich hatte damals schon viel Erfahrung, und trotzdem kam das Modell durch mich hindurch und stand plötzlich da.
Die Führungspyramide ist so strukturiert, dass jeder sie lernen, verstehen und sich zu eigen machen kann, und die Pyramide ist ein uraltes Symbol, mit dem wir als Gesellschaft vertraut sind. Das Modell wirkt von innen nach außen, von außen nach innen und von oben nach unten, und man kann es auf den Schreibtisch stellen und sich fragen, an welchem Punkt wir gerade stehen und wohin wir uns bewegen wollen.
Als ich das Modell kürzlich mit einer hochrangigen Führungskraft aus dem Marketing eines großen Konzerns zum zweiten und dritten Mal erarbeitete, sagte sie zu mir, so etwas habe sie noch nie gesehen und woher ich das hätte, und in diesem Moment wurde mir klar, dass es das in dieser Form noch nicht in der Welt gibt. Das Buch verbindet Management, Führung, Visionsentwicklung, spirituellen Geist, Energiearbeit, Organe und Körper, und es enthält viele Reflexionsfragen, Übungen und Impulse, denn Katharinas Vision ist, dass es in allen Führungsetagen liegt und in jeder Teambesprechung auf dem Tisch. Es beschreibt Benevolent Leadership, also wohlwollende Führung, und Stewardship, das Denken über sich selbst hinaus, und es lebt von meiner direkten Erfahrung aus den Unternehmen.
26 Jahre lang habe ich gedacht, ich sollte mal ein Buch schreiben, und meine Reife aus diesen Jahren hat dem Buch seine Tiefe und seine Klarheit geschenkt, denn manchmal darf etwas reifen, bis es in die Welt kommt.
Ich nenne mein Buch eine Entität, ein Wesen, das mit vielen Geburtswehen in die Welt kommt, denn es sollte früher erscheinen, und Verlag und Druck brauchten länger. Katharina kennt diese Phase von vielen Autorinnen und Autoren und sagt, dass der zeitliche Raum, der dabei entsteht, seinen Sinn hat.
Mit diesen Schritten beginnst du heute.
Nimm dir ein Blatt und schreib die Ereignisse auf, die dein Leben und dein Wirken geprägt haben, denn dazu gehören die Begegnungen, die Wendepunkte und die Gespräche mit Menschen, die du begleitet hast. Das sind die Rosinen im Kuchen, aus denen sich besonders viel lernen lässt.
Katharina stellt im Buchcoaching die Aufgabe, dir anzusehen, was zusammenkommt, wenn du alles in deinem Leben und Wirken als wertvoll betrachtest, und deshalb schreib auf, was du selbstverständlich tust, denn für andere ist es oft ein Schatz.
Die Forschung stützt den Wert des Aufschreibens, und mein Lieblingsbeispiel stammt aus dem Jahr 1986, in dem die Psychologen James Pennebaker und Sandra Beall ein Experiment mit 46 Studierenden durchführten. Alle Teilnehmenden schrieben an vier aufeinanderfolgenden Abenden je 15 Minuten, und die Forschenden teilten sie in vier Gruppen ein: Die erste Gruppe schrieb über Alltägliches, zum Beispiel über ihr Wohnzimmer, ihre Schuhe oder einen Baum, die zweite schrieb über ein belastendes Erlebnis und beschrieb dabei nur ihre Gefühle, die dritte schrieb über ein belastendes Erlebnis und beschrieb nur die Tatsachen, und die vierte schrieb ebenfalls über ein belastendes Erlebnis und verband die Tatsachen mit den Gefühlen.
Danach zählten die Forschenden mehrere Monate lang, wie oft jede Person das Gesundheitszentrum aufsuchte, und verglichen das mit der Zeit vor dem Experiment. Die Teilnehmenden der ersten drei Gruppen gingen danach häufiger hin als vorher, während die Zahl der Besuche bei der vierten Gruppe, die Tatsachen und Gefühle verbunden hatte, auf dem Niveau von vorher blieb, und erst diese Verbindung von Ereignis und Gefühl zeigte die Wirkung.
Probier es für dich aus, indem du ein Erlebnis wählst, mit dem du dich stabil fühlst, und vier Abende lang je 15 Minuten aufschreibst, was geschehen ist und was du dabei gefühlt hast, und beobachte danach, was sich in dir ordnet. Bei tief belastenden Erfahrungen suche dir bitte eine professionelle Begleitung.
Es gibt Abende, an denen es schon kurz nach Mitternacht ist und du das Kapitel noch fertig schreibst, und es gibt Wochen, in denen die Energie fehlt, so wie bei mir, als ich eine ganze Woche lang nicht geschrieben habe. Getragen haben mich Katharinas wertschätzende Kommentare am Seitenrand und unsere regelmäßigen Zoom-Calls, und ich nannte sie meine geniale Cheerleaderin, die einen Call mit den Worten eröffnete: Beate, lehn dich zurück und genieße den Konfetti-Rausch, der jetzt in Gold über dich kommt.
Ein Buch schreibst du in guter Begleitung, denn jede große Frau und jeder große Mann hatte eine Begleitung an der Seite, in der Persönlichkeit, im Schreiben, in der Führung und in der Gesundheit.
Energetisches Schreiben schenkt dir die Lust am Schreiben zurück, und dein Buch sortiert dein Wirken und lässt dich stolz auf deine Geschichte sein. Die KI darf dir als Werkzeug dienen und die Seele schreibst du selbst, denn ein Lebenswerk reift, bis es in die Welt darf, und es braucht dein Ja: Jetzt mache ich es. Mit Katharina Sieckmann an meiner Seite wurde aus diesem Ja ein Buch, das am 18. November ausgeliefert wird.
Schreiben, sich zeigen und mit einem Thema in die Welt gehen ist Selbstführung und gehört für mich zu Leadership dazu, und deshalb frage ich dich, ob du den Mut hast, dich zu zeigen. Hol dir jemanden an deine Seite, damit du ins Leuchten kommst.
Das ganze Gespräch mit Katharina findest du direkt über diesem Artikel auf meinem YouTube-Kanal https://youtu.be/3vJEc6LIR7g, und Katharinas Kontakt und den Link zu meinem Buch findest du in den Shownotes.
In Verbundenheit,
Beate